ARI

Alles begann als die kleine Violine versehentlich Muttis Pillen schluckte. Mit dieser Überdosis an Hormonen gedieh das süsse Pro-Violinchen zu einem schweren Kontra-Bass. Verjagt von den Eltern, verspottet von seinen Freunden zeigte einzig ein kleiner Baron Mitleid für das arme Ding. Sie wurden zu einem Liebespaar, wobei ihm ein B aus der Krone fiel. So wurde der Baron zum Aron und noch heute spielt er mit den Saiten seiner grossen Liebe, als hätten sie sich erst gerade kennen gelernt.

 

Nachbar Aron steht für Seriosität. So sieht man ihn selten ohne Hemd oder Hut (oder Hose). Aber hinter der kalten Oberfläche aus Professionalität, liegt ein warmer Kern aus Mitgefühl für all jene die Leiden in ihrem Leben erleben: für die Natur, Jazz, Töchter von Mütter, Mütter von Töchtern, diverse Formen von Nahrung, sein Kissen und vor allem für die Nachbarn, die musikalisch in windigen Höhen verduften.

So holt Aron seine Nachbarn runter und sorgt mit seiner zu gross geratenen Violine für den Tiefgang, den man spürt. So hat er sich sogar ihren Namen auf seinen Unterschenkel tätowieren lassen, im Wissen, dass man bei Männern immer zuerst auf die Waden schaut.

 

 

Und so kämpfen die Beiden ausgerüstet mit Liebe, Jazz und Soul gegen die Monster des Alltags wie die Ragusa-Falle, rote Ampeln, Bierbäuche, Meerschweinchen, Frauen, Zugverspätungen oder philosophische Probleme wie zum Beispiel ob man ein Loch besitzen kann oder wieso eine runde Pizza immer in quadratischen Boxen geliefert wird. Denn: Es kommt eben doch auf die Grösse an!